Inselzauber

Sonntag, 5. Oktober 2014

Helfersyndrom????

Vergangene Woche sind wir in der Schule der Frage nachgegangen wann man ein Helfersyndrom hat und wann nicht.
"Haben alle Menschen die in sozialen Berufen arbeiten automatisch ein Helfersyndrom. Arbeiten die etwas auf? Haben die einen Knacks?

Ich finde es kamen ganz spannende Definitionen zustande.
Unser Lehrer fragte uns, warum die Meinung so negativ sei:

"Menschen sind sozialen Berufen sind einfach nur begabt dafür genau diesen Job zu machen!"

Hört sich doch gleich viel besser an, oder?

Laut ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) gilt die Unterscheidung zum Helfersyndrom Ja/Nein so:
Helfersyndrom hat der, der andere mit seiner Hilfe überfällt OHNE dass sie angefordert wurde!
(das ist in eigenen Worten von unserem Lehrer zusammen gefasst worden)
Heißt aber im Klartext: Alle Helfer / Arbeiter im sozialen Bereich oder mit sozailem Engagement, die einem anderen helfen, weil sie einen klaren Auftrag haben, haben KEIN Helfersyndrom.
Für mich ist diese definition sehr hilfreich. Nicht nur hilfreich, weil ich gängige Vorurteiel widerlegen kann sondern auch, weil ich mich und mein Tun hinterfragen kann.
Ich glaube, dass man einem Menschen sehr viel mehr Resprekt entgegen bringt, wenn man ihn (unter normalen Umständen) erst einen Auftrag erteilt und um Hilfe bittet. Man überfährt weniger, man stülpt weniger über und vorallem erhält man erst einmal die Handlungsfähigkeit des Einzelnen.

Die Gedanken gefallen mir und ich werde mich immer wieder mal damit auseinandersetzen.

Namaste Kirsten

1 Kommentar:

Tanja hat gesagt…

Man kann sie auch Menschen mit Gewissen nennen... ;-)
Denn nur weil ich ein Problem damit habe nicht nur an mich zu denken oder Dienst nach Vorschrift zu machen, finde ich nicht das man solchen Menschen das negativ Besetzte Wort "Helfersyndrom" anhängen sollte.
Da ich ja auch ursprünglich einen solchen Beruf ergriffen hatte kann ich nur immer wieder sagen, die Gesellschaft sollte froh sein, das es eben solche Menschen gibt, denn sonst wären wir wirklich arm dran.

Einen schönen Sonntag
wünscht dir Tanja