Inselzauber

Dienstag, 9. September 2014

Inklusion - Integration / ein Dauerthema

... in unserem Haus.
Nicht nur beruflich, nein auch bei einem meiner Söhne begleitet mich das Thema Inklusion nun schon seit längerer Zeit (ich habe ja schon davon geschrieben).

Die bewilligte I-Helfer Maßnahme wurde vom Jugendamt (bei dem wird das beantragt) an einen Träger geleitet. Natürlich an den Träger den das Jugendamt ausgewählt hat. Ich Dussel, unerfahren, musste mich einarbeiten, dass es ein Wunsch- und Wahlrecht der Eltern gibt und ich mich zu Wort melden darf, wenn es nicht klappt.

Der erste Träger unseres I-Helfers hatte mit den Gehältern gepfuscht. 2 Helfer haben innerhalb kurzer Zeit gekündigt. Daraufhin haben wir einen neuen Träger beantragt, wollten einen Träger in Frankfurt wählen, denn dort wird Sohnemann beschult. Das Jugendamt sagte NEIN und ich habe mich gefügt.
Dumm sage ich nur, sehr dumm!!!
Der zweite Träger bezieht uns nicht mehr mit ein! Ja, der diskutiert mit der Schule und wir werden nicht in cc gesetzt, wir werden übergangen, wir existieren scheinbar als Eltern nicht mehr.
Als wir uns dann (natürlich nachdem ich mich über meine Rechte -bisher dachte ich dass ich nur Pflichten habe - informiert habe) zur Wehr gesetzt habe, fing der Träger an uns schlecht zu machen. Schrieb Briefe an die Direktorin, ans Jugendamt usw.

Ich bin letzte Woche bald umgefallen als ich davon Wind bekam. Mein Mann war auf Dienstreise und ich bekam nachts tolle Mails von dem Träger.

Nach der eigenen Verzweiflung was ich wohl für ein Depp bin und was ich wieder falsch gemacht habe, erfahre ich eben, dass es einige Elternpaare außer uns gibt, die sich zusammentun wollen und sich gegen den Träger (der auch uns betreut) wehren wollen..... Ups.
Nun vielleicht bin ich doch nicht der Depp. Ich bin nur der Depp, dem immer wieder so eine Scheiße passiert. Und ich habe die Verantwortung für den kleinen Menschen, der nicht in das gängige Schulsystem passt und der funktionieren soll.

Leute, ich bin gerade mächtig am Rudern. Mein Puls rast und meinen Blutdruck messe ich lieber nicht. Versuche mich zu tackten in dem ich kleine Dinge nähe um mich abzulenken.
Heute fällt die Schule aus, ich sitze ansonsten nur am Telefon und mache Termine um die leidige Schiete zu klären.

Kann in meinem Leben nicht mal irgendwas rund laufen?

Und doch kommen wieder die wichtigsten Gedanken: Du bist jetzt seit fast 3 Monaten Paroxetinfrei - wie bleibst Du es?
Nimm Dich in den Arm
Passe mit Deinem Erwachsenen-Ich auf Dein Kinder-Ich auf
Lasse zu, dass Du die Situation gerade sehr schwer findest
Erlaube Dir Wut und zieh Dir den Schuh nicht an
Bleibe Handlungsfähig mit diesen Schritten

So, dann versuche ich das jetzt mal. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Namaste Kirsten

1 Kommentar:

corazon hat gesagt…

Ach Kirsten,
du kannst nicht alles wissen und ich hoffe sehr es wird sich alles fügen. Du bist auf jeden Fall eine der engagiertesten Mütter die ich kenne. Du kannst nicht mehr als alles geben.
Tief Luft holen, Prioritäten setzen und jeden Tag etwas für dich tun.
Drück dich
Petra