Inselzauber

Samstag, 6. Juli 2013

Endlich Ferien ?!?!?!????

Mal wieder eine Nacht in der ich nicht gescheit geschlafen habe.
Gestern sind die Zeugnisse gekommen.

Sonnenschein-Sohn hat jetzt die"Quittung" für seine Verhaltensweisen bekommen: Eine 5 im Sozialverhalten.

Meine Gedanken mischen sich.

Soll ich Mitleid haben mit der Lehrerin, die sich scheinbar keines anderen Mittels zu halfen weiß als dem Kind eine schlechte Note zu geben, anstatt sich mit der "Erkrankung/Behinderung auseinanderzusetzen? Ich habe alle Zeugnisse meiner Kinder und auch die meinen gelesen. Noch nie bin ich in der zweiten Klasse mit solchen Noten konfrontiert gewesen.

Soll ich sagen dass sie nicht anders kann als so zu handeln?

Soll ich ihr ins Gesicht sagen, dass ich das Verhalten unglaublich finde - womöglich einen Streit vom Zaun brechen und weitere Schritte gehen?

Wider besseren Wissen, dass das Kind therapeutisch betreut wird, dass es dauert einem Kind bei einer AWVS zu helfen, das Kind so fachfremd zu behandeln, das will mir nicht in den Kopf hinein. Zum Glück waren bei den letzten beiden Schulgesprächen ein Zeuge von uns dabei, der entsprechend ausgebildet ist.
Trotzdem dem Kind ins Gesicht zu schauen und ihm Absicht zu unterstellen ist für mich unverständlich. Das Stottern des Kindes, die AWVS des Kindes nicht bei der Benotung zu berücksichtigen - obwohl das Kind Anspruch auf einen Nachteilsausgleich hat.
Unser "Zeuge" war übrigens gestern genauso sprachlos wie wir. Der Zeuge ist kein Freund von uns sondern ein unabhängiger Psychologe, den wir uns bei einer Hilfestelle erbeten haben.

Was ich sicher weiß ist dass wir unser Kind nicht gerügt haben für dieses Zeugnis. Wir haben ihn in den Arm genommen und gesagt, dass wir stolz sind dass er sein Schuljahr geschafft hat. Wir haben ihm gesagt, dass Zeugnisse zwar mitunter wichtig - aber bei weitem nicht alles sind.

Anstelle zu schlafen überlege ich ob unser Sohn Folgen haben wird durch das schlechte Zeugnis. Kann ich ihn alleine so aufbauen (die Logopädin macht es auch), dass er keine negativen Gedanken mitnehmen wird?
Muss ich meinem Sohn gegenüber immer noch neutral von der Lehrerin sprechen?

Jetzt hoffe ich, dass schnell alle anderen Familienmitglieder aufwachen. Dann ist hier wenigstens Leben in der Bude. Die trüben Gedanken haben erst einmal keinen Platz mehr.

Kennt Ihr solche hartnäckigen Fälle von beratungsresistenten Lehrern?

Ein dummer Start in das Wochenende.

Ich hoffe Ihr habt einen besseren Start.

Namaste Kirsten

Kommentare:

Wollkind hat gesagt…

Wie gut ich dich verstehen kann! Bei uns gibt es ja erst in 2 Wochen Ferien, aber ich rechne jetzt schon mit einer gaaanz schlechten Note meines mittleren Kindes in Kunst! Er kann nun mal nicht malen (ich übrigens auch nicht). In der Klasse gibt es einen "kleinen Picasso" der in den Himmel gelobt wird und alle anderen Kinder sind sozusagen Abschaum und werde auch echt von der Lehrerin fertig gemacht. Es hat von ihr blaue Briefe gehagelt dieses Jahr. Zum Glück geht die Lehrerin jetzt in Rente.
Liebe Grüße, Michaela

Nula hat gesagt…

Ach, Kirsten, mir fehlen die Worte! Nein, ich verstehe, dass nicht...
Und auf deine letzte Frage: Leider, ich glaube schon...

Ich drücke dich.
Und ihr macht das richtig. Zeugnisse sind nichts...im Verhältnis zum Selbstsvertrauen und Selbstswertgefühl eines Menschnen.

Liebe Grüße
Nula

Heike hat gesagt…

Ich kann dein Gedanken gut verstehen und weis auch aus Erfahrung , das Lehrer/innen nicht immer nur nach können und verhalten benoten , sondern auch ganz gern nach
Sympatie . Und das finde ich nicht in Ordnung . Da müssten die Pädagogen noch mal zur Weiterbildung . Ich wünsche euch jedenfalls wunderschöne und erholsame Ferien . Liebe Grüsse Heike

Susanne hat gesagt…

Liebe Kirsten, solche unkompetente Lehrer wird es immer geben. Wir haben im Bekanntenkreis ein Kind, das wieder zum Bettnässer wurde weil die Lehrerin keinerlei Einfühlungsvermögen und meiner Meinung nach auch keine soziale Kompetenz hatte. Gerade sie, wo ja dies beurteilen soll. Leider ist nicht jeder zum Lehrer geboren. Lasst euch von diesem Zeugnis nicht die Ferien verderben, entspannt euch, damit ihr gut durch das neue Schuljahr kommt und vielleicht kannst du das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen deines Sohnes mit Schüsslersalzen etwas stärken.
Liebe Grüße

Susanne

gretel hat gesagt…

Also das Verhalten der Lehrerin kann ich nicht verstehen.
Ich persönlich glaube nicht, dass man Kräfte in einen Kampf investieren soll, aber vielleicht mal einen netten Brief schreiben, mit der eigenen Sicht der Dinge, dann ist es auch raus.
Wir haben uns abgewöhnt, Zeugnisse als wichtig zu betrachten - sie sind es einfach nicht. glg und trotzdem einen guten Start in die Woche!

corazon hat gesagt…

Liebe Kirsten,
ich hoffe sehr, dass sich für alles Schwierige um dich herum eine Lösung finden wird. mein Gerechtigkeitssinn würde gegen so eine Note rebellieren, mit aller Macht. Mein Verstand lässt mich aber inne halten. Hier einen Einspruch einzulegen wird mehr negative als positive Folgen für dein Kind haben....leider. Auch wenn das wieder so ungerecht ist und ich es grässlich finde. Ihr könnt diese Note jederzeit erklären, auch ihre Unrechtmäßigkeit. Und letzten Endes wird kaum jemand danach fragen. Es kommen viele weitere Noten, die entscheidender sein werden. Ich kann nur hoffen, dass du eine andere Schule mit verständnisvolleren Pädagogen finden kannst und sich damit auch euer Betreuungsengpass klären lässt. Ich hätte gern meine Hilfe angeboten, aber leider bin ich zu weit weg.
Ich wünsche deinen Kids, deinem Mann und dir trotzdem schöne Ferien.
Liebe Grüße
Petra

Sonja hat gesagt…

Puh, was für ein schwieriges Thema ...
Fühl Dich einfach mal geknuddelt und - wichtig! - knuddel bitte auch Deinen Sonnenschein-Sohn ganz herzlich. Ich bin mir sicher, dass er ein klasse Junge ist - ich meine SONNENSCHEIN-SOHN, das sagt doch schon alles, oder?!

Ist aber gut, dass bei Euren Gesprächen ein Zeuge dabei war. Dann bleibt nicht nur das Muttergefühl alleine, auf das man sich verlassen muss (und dann schnell mal plattgeredet wird), sondern es gibt auch noch den Experten, der einem den Rücken stärkt.

Alles Liebe,
Sonja

Anna Purna hat gesagt…

Zeigt wieder was ich auf der Pädagogischen Akademie entdeckt hatte, Lehrer werden nicht Lehrer aus Berufung, sondern wegen dem Beamtenstand, mehr Urlaub etc. Die Kinder sind ihnen dabei völlig egal. Die meisten haben daher Null pädagogisches Einfühlungsvermögen und auch kein Interesse daran sich darin zu verbessern. Hast Du schon einmal an eine Waldorfschule gedacht? Ich hatte da einmal an einem Lehrerseminar in Stuttgart teilgenommen und war überrascht wie anders sie mit den Kindern dort umgehen und wieviel Spass die Kinder dort hatten. Wenn er aber in der Klasse dort bleibt, dann solltest Du nicht vor ihm gegen die Lehrerin wettern. Umarmungen sind da sicher die besseren Gesten. Umarme ihn also recht lieb von mir.

Liebe Grüße
Anna