Inselzauber

Dienstag, 12. März 2013

Ich bin traurig .....

..... über die Lehrerin meiner Zwillinge.

Im Sommer letzten Jahres ging die geliebte erste  Klassenlehrerin von der Schule. Mein Sonnenschein-Sohn hat freiwillig jede Förderstunde mit gemacht um seine Lehrerin zu verabschieden.

Bis heute hat er den Wechsel nicht verkraftet. Seine neue Lehrerin mag ihn nicht. Die Erklärungen zu der auditiven Wahrnehmungsstörung hat sie einfach im Kollegium nicht weiter gegeben.
Das hatte zur Folge, dass keine Absprachen statt gefunden haben und unser Sohn keine Förderung bekommen hat. 
Nun waren wir heute beim Direktor zu einem Gespräch eingeladen bei dem thematisiert wurde, dass unser Sonnenschein-Sohn die Klasse wechseln soll. Der Krümel-Sohn soll bleiben und der andere soll weg.
Der alte Mann und ich haben uns lange auf das Gespräch vorbereitet. Der Termin wurde 3x seitens der Schule verschoben. Wir haben uns beraten lassen und haben auch heute einen fremden Pädagogen zu dem Gespräch mitgenommen.
Zum Glück, denn der war ein echter Ausgleich.

Die Lehrerin war ständig persönlich beleidigt. Fragen an sie die ihre Kontinuität betrafen wehrte sie mit spitzen Bemerkungen ab. Sie wurde ausfällig. Der Direktor hat sie ermahnen müssen. Sie sieht die Aufgabe der Veränderungen ausschließlich bei unserem Kind. Sie bestätigt Anzeichen einer Hochbegabung und droht trotzdem dass er sitzen bleibt. Als wir fragten welche Noten das begründen würden, wurden wir mit Ablenkung bedacht.
Ich bat sie mehrfach meinen Sohn ernst zu nehmen, ihn anzuhören und seine positiven Fähigkeiten zu betrachten.
Sie sieht die Bemühungen ihrerseits, die sie zweifelsohne gemacht hat, aber auf meine Frage hin zu überdenken ob die Bemühungen auch gut sind für die Kinder (sie hat mit mehreren Probleme) wurde sie wieder sehr böse.


Und soll ich Euch was sagen?

Mein Sohn ist der Verlierer!

Wenn wir es erzwingen, dass sie den kleinen Mann in ihrer Klasse hält, dann wird sie es in jedem Fall an ihm auslassen. Ja, wir können kämpfen, wir können Ärger machen, wir können auf die Barikaden gehen. Aber um welchen Preis?
Um den dass unser Sohn sich noch mehr stigmatisiert wird.

Ich kenne viele gute Lehrer mit denen ein Austausch bereichernd ist. Meine Grundschullehrerin war mein Ein und Alles. Noch heute freuen wir uns wenn wir einander sehen.

Aber sorry, es gibt auch die anderen, die den Beruf bei weitem verfehlt haben und so viel kaputt machen können.

Heute weiss ich, warum die anderen betroffenen Eltern schweigen. Die treffen sich privat und versuchen die Kinder "auf Spur zu bringen". Keiner traut sich es laut auszusprechen weil alle sagen, dass sie "eh nichts ändern können".

Es ist jetzt an uns unserem Sohn zu erklären warum wir ihn umsetzen werden in eine andere Klasse. Eines ist sicher: Ich werde nicht gegen die Lehrerin reden, aber ich werde meinem Sohn auch nicht eine Schuld zuweisen die ihm nicht gehört.

Danke. dass Ihr mir zuhört und mein Gejammer ertragt.

Liebe Grüße und Namaste

Kirsten

P.S. Bei uns gibt es keinen mobilen Dienst, der eine Hilfe anbietet. Wir haben nur eine Förderschullehrerin, deren Kontingent voll ist und die sich bis zum Ende des Schuljahres unseres Sohnes nicht mehr annehmen wwird. Selbst wenn er einen Förderstatus anerkannt bekommen würde.

Kommentare:

Nula hat gesagt…

Liebe Kirsten,

ich habe da einige Gedanken zu.
(Vielleicht am WE per Mail. Die Woche ist schon wieder zu voll, leider.)

Liebe Grüße
Nula

Anna Purna hat gesagt…

Da kann ich Dir nur recht geben, Ein Schulwechsel kann manchmal Wunder bewirken. lg Anna

Susanne hat gesagt…

Liebe Kirsten,
ich kenn das. Lehrer, die den Beruf verfehlt haben gibt es wohl überall. Leider. Ich würde meinem Kind schon erklären, dass es an der Situation keine Schuld trägt, würde aber auch nicht hinterm Berg halten, dass es nur unter der Lehrerin zu leiden hätte wenn es weiter in dieser Klasse beleibt. In unserem Bekanntenkreis hat ein Kind unter einer Lehrerin so zu leiden, dass es mit Bettnässen anfing. Die Mutter hatte so schwer zu kämpfen den Jungen aus der Klasse raus zu bekommen. Erst ein Wechsel an eine andere Schule wurde dann erlaubt. Sie musste dafür bis zum Schulamt und endlose Diskusionen über sich ergehen lassen.
Ich glaube, dass es eurem Sohn dann besser gehen wird. Vielleicht erhält er ja dann die nötige Unterstützung die er verdient hat.
Kopf hoch.

Liebe Grüße

Susanne

Sandra WiWi your best friend hat gesagt…

Oh ja, liebe Kirsten, ich kann deine Gefühle gut nachvollziehen...und weißt du, was ich immer am schlimmsten empfunden habe, dass man dann noch ganz diplomatisch und ruhig gegenüber solchen Pädagogen reagieren muss, um nicht noch mehr kaputt zu machen, obwohl ich innerlich vor Wut gekocht habe, weil eindeutig erkennbar war, wo die pädagogische Unfähigkeit zugeschlagen hat. Ich wünsche euch, dass ihr mit der jetzt getroffenen Lösung gut leben könnt.
GLG
Sandra

Sheepy hat gesagt…

O ich kenne das Gejammer von den Lehrern wenn es einmal schwierig wird. Zu Hause geht man auf Probleme ein, in der Schule werden hilflos die Schultern gezuckt, obwohl eine pädagogische Ausbildung vorhanden ist.
Ich könnte da Romane schreiben, drücke dir die Daumen.
LG Sheepy

gretel hat gesagt…

Ist kein Jammern! Ich lese das und denke, so Einiges kommt mir bekannt vor. Und es macht traurig und wütend, dass man als Eltern und Kinder so völlig ausgeliefert ist an Schule und Lehrer.Und dass man so schwierige Entscheidungen treffen mus... Ich wünsche euch von Herzen viel Kraft und Erfolg! lg

Muschelsucher hat gesagt…

Gibt es bei Euch einen mobilen Dienst? Der betreut meine beiden AVWS Kinder und damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht, weil dann ein "Gleichgestellter" den Lehrern (oft zu deren Widerwillen) auf die Hände schaut.

Damit habe ich für meine Kinder einiges erreicht, was ich alleine als Mutter gegen Lehrer nicht hätte durchsetzen können - an Rücksichtnahme, Akzeptanz und Förderung.

Liebe Grüße


wichtelgold hat gesagt…

Oh Kirsten, das ist keine schöne Situation. Und ich denke, es ist für den Sonnenschein die beste Lösung zu wechseln!
Es macht mich traurig und wütend, sowas zu lesen. Aber es kann einfach nicht sein, das so eine Lehrerin damit durch kommt????
Ich kenne eine Lehrerin, die auch Vertrauenslehrerin und noch andere Ämter in ihrer Schule inne hat. So eine Person wünsche ich wirklich jeder Schule!!! Die ist wirklich klasse. Hat sich auch noch psychologisch weiter gebildet und geht auf die Belange der Schüler ein. So wie es ja auch sein soll!!!

Ich würde es Deinem Sohn auch in abgeschwächter Form versuchen zu erklären, warum dieser Wechsel notwendig ist.

Kopf hoch Kirsten, es kann nur besser werden.

Ganz lieben Gruß
Silke

corazon hat gesagt…

Bis zum Eintritt in die Schule hatte ich glückliche Kinder. Ab dann wurde es auch für meinen Sohn schwierig. Es tut mir so leid, dass es deinem Kind nicht erspart bleibt. Ich würde auch keinen Kampf auf dem Rücken des Kindes austragen. Auch wenn dieser Frau mal gehörig ihre Unfähigkeit in ihrem Beruf aufgezeigt werden müßte. Ich hoffe, er verkraftet die Trennung von seinem Bruder.
Grüß dich ganz lieb
Petra

Lavendeltraum hat gesagt…

Liebe Kirsten,
ich wünsche euch, dass alles gut wird. ALLES, was jetzt noch Sorge bereitet.
Ich drück dich!
Iris