Inselzauber

Sonntag, 17. März 2013

Es brauchte klare Überlegungen....

..... was wollen wir erreichen
......was ist das Beste für unseren Sohn
......wie können wir Besserung erreichen


In den letzten Tagen rauchten dem alten Mann und mir die Köpfe heiß. Die Fragen oben haben wir uns immer und immer wieder gestellt.

Die Nachbereitung unseres Gesprächs in der Schule war für uns sehr wichtig. Am Freitag haben wir uns noch einmal mit unserem "Begleiter" getroffen.
Sein Fazit deckte sich mit dem unseren.
Anfangs steckte der Direktor (anscheinend aus Unsicherheit) sein Hoheitsgebiet stark ab. Dazu mischten sich Teile des emotionalen "Erpressung".
Die Lehrerin fühlte sich stark angegriffen und schoß mit schweren Geschützen und einem mehr als unqualifizierten Ton gegen mich/uns. So sehr, dass sie ja von ihrem Chef reglementiert wurde.

Unser Begleiter meint, dass ich die sozialen Druckmittel (wie:Ihr Sohn bleibt sitzen usw.) sehr schnell entkräften konnte mit der Frage "auf welcher Notenbasis so eine Aussage kommt".
Ebenso Sätze wie "wir versuchen die Förderlehrerin zu einem Gespräch zu bitten, aber die Stunde muss sie dann einem anderen Kind abzweigen". Dumm nur, dass ich wusste, dass auch Förderlehrer Beratungsstunden haben, und so keinem Kind auch nur irgendetwas abgezweigt werden muss.

Weder der alte Mann noch ich sind auf die Beleidigungen der Lehrerin eingegangen.

In der Nachbereitung konnten wir so zumindest sicher sein, dass wir in dem Gespräch kein Fehlverhalten geleistet haben.

Das war nur der eine Punkt, denn der vorrangige ist die Entscheidung wie es weiter gehen soll.

Aus der eigenen Erfahrung glauben wir, dass ein Mensch Dinge nur ändern kann, wenn er sie auch wahr nehmen kann. Wir sehen es so, dass die Klassenlehrerin ihre Strukturen so braucht wie sie sie handhabt. Böse sind wir ihr darüber nicht, denn das würde uns nur in der Entscheidung behindern. Also wollen wir sie so stehen lassen wie sie ist.
Da unser Sohn an erster Stelle steht werden wir ihn versetzen lassen.
Die Projektwoche gab den wunderbaren Anlass, dass Sonnenschein-Sohn bei der Lehrerin eingesetzt war, die für ihn in Frage kommen würde.
Er war glücklich, was sich natürlich im Unterricht anders gestalten kann, klar. Aber wenn wir ihn mit der Tatsache des Wechsels konfrontieren müssen, dann kann er auf positive Erfahrungen zurück greifen. Vielleicht helfen ihm diese Gedanken.

Wir sehen in der Entwicklung unseres Sohnes eher die Möglichkeit ihn in dem Wechsel zu unterstützen als ihn darin zu unterstützen mit der Lehrerin klar zu kommen.

Es war eine schwere Geburt, aber auch eine die recht schnell in unseren Köpfen vollzogen werden konnte.

Parallel werden wir die Förderlehrerin kontaktieren um zu überlegen ob unser Sohn von daher noch eine Unterstützung bekommen kann. Das würde erst nach den Sommerferien statt finden, aber vielleicht ist das hilfreich.

Unsere Logopädie greift gut. Das Hören verbessert sich. Das Training mit dem Hörtrainer zuhause läuft auch und im Judo fühlt sich der Sohnemann sehr angenommen und wertgeschätzt.

Eine Woche haben wir jetzt noch Schule, dann sind Osterferien. Das bekommen wir jetzt auch noch rum. Fern ab von den ewigen Erwartungen werden wir sicherlich "chillen" und es uns gut gehen lassen.

Über die Projektwoche in der Schule stelle ich eine Collage zusammen und zeige sie Euch noch. Ich selbst habe mir Wolle gekauft und färbe sie gerade. Die Ergebnisse sind spannend, wenn mir auch noch der Mut zu Experimenten fehlt.

Davon im nächsten Post.

Alle Eure Kommentare waren für den alten Mann und mich sehr wertvoll. Wir fühlten uns nicht so allein und hilflos. Ich danke Euch von Herzen.

Einen schönen Abend Euch Lieben da draußen.

Namaste Kirsten

Kommentare:

Susanne hat gesagt…

Liebe Kirsten,
schön dass wir euch mit unserer Meinung helfen konnten. Habt Ihr für euren Sohn schon mal den Thinkman in betracht gezogen. Er steigert die Konzentrationsfähigkeit und hilft auch sich zu entspannen. Mehr darüber findest du hier http://www.institut33.at/Feedback_%20Thinkman.htm und hier http://kosys.me/thinkman.html. Meine Tochter hat einige Zeit den Thinkman benützt (wir haben ihn gekauft) und sie fühlte sich wohler und die Leistungen in der Schule wurden stabiler (sie schwankte immer sehr).
Liebe Grüße

Susanne
PS: Ich weiß es ist blöd Links in einen Post zu setzen, aber du mußt ihn ja nicht veröffentlichen. Sollte nur eine Info für euch sein.

wichtelgold hat gesagt…

Es hört sich sehr gut an, wie ihr entschieden habt.

Ganz lieben Gruß für euch alle,
Silke

corazon hat gesagt…

Das hört sich nach einem guten Plan an. Toll, dass ihr gemeinsam die Zeit gefunden habt, das zu besprechen und zu entscheiden.
Wolle färben wollte ich auch immer mal. Bis jetzt hab ich mich nicht getraut. Bin auf deine Erfahrungen gespannt.
LG Petra

gretel hat gesagt…

Ich wünsche euch von Herzen viel Glück mit der neuen Lehrerin! lg

Anna Purna hat gesagt…

Ihr seid ja wirklich sehr liebe Eltern! Toll, dass ihr das Problem von Eurem Sohn so gut erkannt habt und ihm dabei hilft. Früher dachte ich immer, dass Lehrer ein Beruf ist, den nur sich dazu berufene ausüben. In der Pädagogischen Akademie wurde ich dann ziemlich deillusioniert. Ausser meinem Mann und mir gab es nur noch zwei weitere Kolleginnen, die den Lehrerberuf deshalb wählten, weil sie Kinder sehr gerne hatten und an der Erziehung mitwirken wollten. Auf meine Frage warum sie die Päd. Akademie machten, bekam ich immer nur antworten wie: Beamtenstatus, viel Urlaub, gute Bezahlung. Viele konnten mit Kinder gar nichts anfangen und machten dann die längere Ausbildung zum Hauptschullehrer. Ich war darüber ziemlich schockiert. Wem wundert es dann, dass dabei Lehrer ohne jegliches Einfühlungsvermögen herauskommen. Schade nur, dass die Zwillinge getrennt werden und nicht beide den Wechsel machen können. Ich wünsche Euch allen viel Glück.
Liebe Grüße Anna