Inselzauber

Donnerstag, 31. Januar 2013

EMDR geht weiter

Zuerst einmal möchte ich mich bei Euch für Eure lieben Kommentare und Aufmunterungen bedanken. Es tat gut Eure Worte zu lesen.
Mit einigen Wochen Pause hatte ich gestern wieder eine EMDR Sitzung.
Noch immer sind wir an der Geburt der Zwillinge am Arbeiten. Gestern konnten wir den Schritt gehen weg vom Beginn der Geburt als ich im OP war  hin zu der Zeit danach und damit zum Koma.

Ich habe den Zustand des Komas als "Hilflosigkeit, Angst, Ohnmacht" beschrieben. Gegenteilig hätte ich mich gerne "Wahrgenommen" gefühlt.

Vielleicht sollte ich Euch dazu erklären, dass es stimmt, dass Menschen im Koma ihre Umwelt in Teilen wahrnehmen. Neben mir wurde damals ein Mann eingeliefert der einen Suizid unternommen hatte. Im Nachhinein habe ich den Schwestern im Detail erzählt wie der Mann behandelt wurde und was gesprochen wurde.
Daher meine Bitte: Egal wen Ihr kennt der mit dem Zustand "Koma" zu tun hatte oder hat, sprecht mit dem Menschen, streichelt ihn und denkt daran dass er merkt was gesprochen wird!!!

Nun gut, wir sind also mit den beiden oben stehenden Assoziationen und das Tapping (Tippen auf beiden Handrücken seitens der Therapeutin). Hiermit haben wir wieder mein Gehirn dazu veranlasst das Gute und das Schlechte so miteinander zu verbinden dass ich das Schlechte annehmen kann aber gleichzeitig lernen kann dass ich im Hier und Jetzt keine Angst zu haben brauche.

Das dauert und geht nicht von einer Stunde, aber wir greifen das kommende Woche wieder auf und bleiben dran.

Der gestern erst grelle Zustand des weißen Krankenzimmers und die schwarzen Stellen in meinem Kopf (die Stellen an denen ich nichts mitbekommen habe) waren zumindest am Ende dieser Stunde nicht mehr ganz so grell. Das hört sich sicherlich für Euch komisch an. Mir würde es erklären, dass es ein Stück entschärft wurde was in meinem kopf noch immer vorhanden ist.

Am Ende der Stunde habe ich die letzten Bilder versucht in meinen Tresor zu packen, damit ich die Woche gut meistern kann. Erst einmal müssen die Bilder ruhen.
In meinem Inneren arbeitet das EMDR ja trotzdem nach.

Als ich zuhause war wollte ich dann eigentlich eine Runde ruhen, als die Schule meiner Twins anrief und mal wieder etwas zu meckern hatte.
Davon erzähle ich Euch ein anderes Mal.

Euch allen wünsche ich einen schönen Donnerstag und achtet heute auf Euch!

Namaste Kirsten

Kommentare:

Mimi ...et la vie hat gesagt…

Liebe Kirsten,
ich wünsche dir weiterhin viel Kraft auf deinem Weg.
Herzliche Grüße :))

Susanne hat gesagt…

Liebe Kirsten, ich kenne das Gefühl. Da ist man stark mit sich selbst beschäftigt und hat Schwierigkeiten zurecht zu kommen und dann kommen solche Anrufe oder Mitteilungen auf die man gut verzichten kann. An einen wirklich guten, interessierten und engagierten Lehrer zu gelangen scheint immer mehr zur Glücksache zu werden. Ich wünsche dir viel Kraft und Unterstützung.
Alles Liebe

Susanne