Inselzauber

Sonntag, 3. Juni 2012

Ehrenamt

Wenn Ehrenamt bedeutet, dass einer die Ehre und der andere das Amt hat, dann ist es wohl Zeit etwas genauer darüber nachzudenken warum Frau das macht.

Immer wieder gehen mir die Worte von Nula durch den Kopf.
NEIN sagen und ob Frau das kann?
Schwere Kost - in meinen Augen.
Immer wieder gelingt es mir und immer wieder gelingt es mir nicht.

Was mir aber sicher gelingt ist, dass ich mehr und mehr in der Lage bin nachzudenken, nicht mehr alles anzunehmen, mich nicht für alles verantwortlich zu fühlen und dann auch hin und wieder NEIN zu sagen.
Ich arbeite daran - auch wenn es schwer fällt. Eigentlich bin ich nicht der Typ, der die Vorteile nur für sich nutzt. Wie schön, wenn man mit anderen teilen kann - andere Nutzen ziehen können aus dem eigenen Wissen. Aber, wer von den anderen würde denn genauso handeln? Und wer hält bedingungslos zu mir wenn ich kraftlos am Boden liege?

Sicherlich nicht die, die nur Nutznießer sind.

Es grüßt Euch heute Abend mit einem Namaste

Eure (sehr nachdenkliche) Kirsten

P.S. Bitte fühle sich hier ja keiner angesprochen, ich liebe meine Blogger sehr und erlebe von Euch alles andere als das, über was ich hier grübele.

Kommentare:

corazon hat gesagt…

Ich kann dir so gut nachfühlen. Vier kleine Buchstaben können verdammt schwer über die Lippen kommen. Und zusätzlich soll man sich damit auch noch gut fühlen. Über die Lippen bringen klappt auch bei mir hier und da inzwischen. Nur an meinen Gefühlen dazu muß ich noch schwer arbeiten. Es hilft wohl nur abhaken und weitermachen. Wir brauchen unsere Kraft für anderes, wichtiges....
Guten Start in die Woche,

Petra

Heike hat gesagt…

Ja,liebe Kirsten,da hast du recht,aber man sollte nicht immer ja sagen.Ich sage schon seit längerer Zeit nicht mehr zu jedem Ehrenamt ja.Und ich muss sagen,nein sagen fällt mir gar nicht so schwer.Es gibt natürlich auch Ausnahmen,wenn ich da z.B.an meinen Kiga denke und an meine lieben Kolleginnen,da fällt mir nein sagen schon schwer.Liebe Grüsse Heike

Sonja hat gesagt…

Liebe Kirsten,
ich schreie auch ständig "Hier!", wenn Ehrenämter verteilt werden. Mach ich ja auch gerne. Was mich ärgert, sind diejenigen, die sich grundsätzlich immer aus allem raushalten und dann auch noch Spott (denn als genau DIESEN empfinde ich es!) für die Ja-Sager wie uns übrig haben. Die, für die es schon eine Selbstverständlichkeit ist, dass Du und ich immer fein springen.
"Ja, DU hast ja auch die Zeit dafür!" (Hallo? Mein Tag hat auch nur 24 Stunden! Ich muss auch jonglieren. Ich nehme mir die Zeit, weil meine Prioritäten eben GENAU SO gesteckt sind!)
"Wenn ICH sooo viel Zeit hätte, könnte ich ja auch ..." (1. siehe Klammer zuvor, 2. Jaaa, na was denn, aber sicher!!! Gerede!!!)
Aber ganz ehrlich: Wenn ich das ändere (also öfter NEIN sage), bin das dann noch ich? Nur, weil die anderen so sind, wie sie sind, muss ich mich ... nee, anders: WEIL die anderen so sind, wie sie sind, WILL ich mich NICHT auf deren Stufe stellen! So!!*grummel*

Bei uns stehen in nächster Zeit wieder sämtliche Schul-,Chor- und Sommerfeste an. Werde überall dabei sein! Weil es mir Spaß macht!
Allerdings fände ich es auch mal schön, wenn die, die sich ewig Wegducken, auch mal ihren Beitrag leisten würden!!!

Drück Dich und sende Dir ganz herzliche Grüße,
Sonja

Inselzauber hat gesagt…

@Sonja
Liebe Sonja,
bei uns heimsen andere die Lorbeeren ein und geben nicht einmal zu, dass sie mir nicht helfen. In dem Fall muss und werde ich überdenken warum ich das tue. Um jeden Preis muss ich mich nicht zum Affen machen. Soviel Ungerechtigkeit macht mir keinen Spaß mehr. Also konzentriere ich mich auf die Dinge die mir Spaß machen und das Ehrenamt dass sich um meine Kinder dreht.
LG Kirsten

Sonja hat gesagt…

Stimmt, das geht gar nicht! Habe ich zwar auch schon meine Erfahrungen mit gemacht, hat sich allerdings bis jetzt in Grenzen gehalten.

Wirst schon den richtigen Weg gehen! Da bin ich mir ganz sicher! ♥

Liebe Grüße,
Sonja

Zwergenwelt hat gesagt…

liebe Kirsten über deinen Besuch udn die leiben Worte auf meinem Blog habe ich mich sehr gefreut, danke dir!!!
Was das Ehrenamt betrifft, bin ich auch ein gebranntes Kind, kann selten Nein sagen.. inzwischen besser, seit ich 50 bin, wie eine magische Grenze, da ich merke, dass bei aller Arbeit und Engagement der Undank oft der Lohn ist. Zeit meines Lebens habe ich immer alles so und für andere gemacht, aber mittlerweile...
ich wünsche dir ganz viel Mut auch öfter mal Nein zu sagen...ganz herzliche Grüße, cornelia

Nula hat gesagt…

Liebe Kirsten,

ich wink mal zu dir rüber.

Ich bin mir ja inzwischen ziemlich sicher, dass es ein (lebenslanger?) persönlicher Übungsweg ist,im rechten Moment JA und im rechten Moment NEIN zu sagen und dies innerlich abzuwägen.

Sonjas Beitrag hätte ich auch viele Jahre genau so schreiben können. Ja, ich mache auch viele Sachen gern, sehr gern. Und ich freue mich daran, wenn ein Mehrwert auch für andere durch mein Tun entsteht. Ohne Frage. Aber ich bin doch älter geworden. Ich brauche doch neuerdings Zeiten, wo ich nicht das Gefühl habe, gut dass der Tag 48 Stunden, die Woche 14 Tage,...hat, um all das, was zu tun ist, auch zu tun. - Ich brauche auch nicht mehr das Gefühl unentbehrlich zu sein.(was für mich irgendwie lange galt und keinen Bezug zu Sonjas Beitrag hat)

Na ja, wie du ja kürzlich lesen konntest, trotzdem tappe ich immer noch in die "Das ist jetzt wirklich Notwendig" Falle und schwupps kommt eins zum anderen und das Hamsterrad beginnt sich zu drehen und ich renne brav meine Programmpunkte ab...bis ich inzwischen merke, höchste Zeit für die Notbremse und dann doch einen Termin absage und o Wunder, es geht.

Es ist ja toll, viele Fähigkeiten und ein Übermaß an Interesse und Handlungswillen zu haben, aber ich glaube, mein Hang zum Perfektionismus und meine Tendenz zu einem viel zu schnellen Lebenstempo sind dauerhaft nicht gesund. Das rechte Maß ist alles und ich glaube inzwischen, nur im rechten Maß des Tuns und des Nichttuns geht über die Jahre nicht die Freude am Tun verloren.

Bei dir lese ich aber gerade noch mehr. Ich bin mir sicher, dass du dein Ehrenamt nicht für die Ehre tust. Aber dass sich jemand mit fremden Lorbeer schmückt, ist doch ein gelungener Aufwachmoment, um über das eigene Ehrenamt ganz in Ruhe nachzudenken.

Ein gutes Nachdenken dir
und ich habe mich köstlich über die 6 Brote amüsiert. Wäre hier im übertragenen Sinne auch möglich.

Liebe Grüße
Nula