Inselzauber

Sonntag, 8. Januar 2012

Was mache ich eigentlich?

Hallo Ihr da draussen,

nachdem ich das Bloggen für mich entdeckt habe, verging fast kein Tag an dem ich nicht mal schnell geschaut habe was Ihr wieder alles gewerkelt habt. Inspiriert von vielen Ideen sprudelte auch endlich mal wieder bei mir die Kreativität.
Im Gespräch mit dem alten Mann fiel mir dann auf, dass ich doch auch viele eigene Dinge habe, die aus meiner Hand stammen. Also haben wir uns mit dem Fotoapparat mal durchs Haus gemacht und einen Teil fotografiert. Deswegen gibt das einen langen Post. Aber seht selbst:


Unser Familienzuwachs bei diversen Lieblingsbeschäftigungen wie: schlafen, Füße beißen, Turnbeutel ziehen und sich von den Füßen des Pubertisten benebeln lassen.


Hier seht Ihr den alten Mann und mich bei der fast meditativen Arbeit der Bäckerei. Mit dem Fleischwolf haben wir zum ersten Mal Spritzgebackenes gemacht. Nebendran hängt der Adventskalander meiner Mäuse (eine Art Leiter die ich lackiert habe und einen wunderschönen Tilda-Hirsch oben auf gesetzt habe). Die 3 weiteren Bilder zeigen meine Zwillinge beim Verzieren der Plätzchen. Die wertvollen Lippizaner entstammen nicht der spanischen Hofreitschule sondern unseren Händen. Diese Bastelidee aus dem Blog von Doris war so genial für uns. Angefangen beim Sägen über das Schleifen, das Lackieren und die Verzierung hat jedes Kind einen Beitrag leisten können zu den schönen Kerzenständern.
Die Socken habe ich für den alten Mann und meine Tochter gestrickt.
Die Labels entstanden, neben vielen anderen Labels, mit dem Gedanken die selbstgemachten Pralinen, Karamellen und Busserl zu verpacken.

Das waren Geschenke rund um Weihnachten die meine Lieben und ich gezaubert haben.

Meine eigenen Arbeiten sehen so aus:


Der Quilt "Glücksstern". 
Die ungefähre Größe liegt bei 1,35 x 1,80 m. Die Patchworkarbeiten sind Maschinen genäht und die Quiltarbeit ist über viele Monate mit der Hand gemacht.
Auch wenn ich mir irgendwann den Luxus gönnen werde einen Quilt mit der Maschine machen zu lassen, so finde ich doch immer noch die Handquilterei viel schöner. Trotz der lästigen Aufmalerei des Quiltmusters, ist die eigentliche Quilterei sehr meditativ und man wird gleichzeitig schon von seiner Decke gewärmt (ich quilte nicht im Rahmen).






Dieser Flanellquilt hat keinen besonderen Namen. Er ist pastellfarben und überaus kuschelig weich. Seine Größe entspricht dem Glücksstern. Auch er ist handgequiltet. Allerdings habe ich im Gegensatz zu dem Glücksstern hier nicht in den Nähten gequiltet sondern in die großen und kleinen Vierecke Blumen eingearbeitet.


Diese Decke war der Prototyp für den kleinen Sohn meiner Cousine. In einer Zeitung hatte ich die typisch englischen Babydecken gesehen. Nach langem Suchen in allen möglichen Foren habe ich dann endlich diese Anleitung gefunden. Von innen heraus, mit Anfangs 3 Maschen im Anschlag entstand in immer größer werdenden Runden diese Decke. Die genialen Steckverbindungen von Knit-Pro haben es möglich gemacht, dass ich meine Strickarbeit nahezu immer ausbreiten konnte um die mir anzusehen.
Nachdem diese Decke, bis auf die Spitze außen herum fertig war, habe ich neue Wolle gekauft und die Decke dann noch einmal für den kleinen Mann gestrickt.
Die Zackenspitze außen herum durfte ich von Frau Fadenwirkerin übernehmen. Die hat mir dann auch noch mit Rat und Tat zur Seite gestanden.
Diese Decke war meine erste gestrickte Musterarbeit die ich gestrickt habe.
Anschließend kam sogar das Revontuli-Tuch zustande. das wärmt mich noch heute super. Ich liebe es.


Hier seht Ihr meine Yogaunterlage (ca. 90x90 cm). Diese Matte habe ich mir gekauft und mir gefiel die ursprüngliche senfgelbe Farbe überhaupt nicht. Da ich aber schon das passende Yogakissen mit dem Basettistoff überzogen hatte, nahm ich die Reste des Stoffs und habe einen Bezug für die Matte herausgearbeitet.
Bei dem großen Internetauktionshaus gibt es eine Frau die von den Basettistoffen Primettaqualität verkauft. D.h. es sind kleine Druckfehler in dem Stoff. Ehrlich gesagt fallen die keinem auf und ich habe immer nur schöne Stoffe bekommen. Zudem wohnt die Frau nicht so weit weg von mir und ich kann bei meinen plötzlichen Einfällen die Ware meistens sofort abholen.
So sieht das Ganze dann mit dem Kissen aus:



Mein absolutes Lieblingsstück ist der folgende Quilt: 

 "Unter den Linden"

In einer Mischung aus hellem grün, weiß und rosa ist dieser Quilt eine echte Augenweide. Die Patchworkarbeiten haben mich manchesmal an den Rand der Verzweiflung gebracht, weil die sehr knifflig waren. Fertig gepatcht habe ich die Decke jetzt in der Quiltarbeit. Mal wieder von Hand, und sehr eng in Schlangelinien füge ich die drei Teile (gepatchtes Top, Flies und Unterteil) zusammen. Es gibt einige Interessenten die mir diesen Quilt sofort aus der Hand reißen würden, aber den gebe ich nicht her. Mit seiner Größe von 1,80 x 2,20 m ist er ein Mammutprojekt.








Überhaupt bekommt nicht jeder von mir einen Quilt. Meine Freundin, die mit mir seit 25 1/2 Jahren durch alle Höhen und Tiefen des Lebens geht hat 2 Quilts für ihre Kinder bekommen. Steffi ist für mich so unendlich wertvoll und wichtig, dass ich ihr jeden Quilt nähen würde.
Meine Zahnärztin ist die zweite die einen Quilt von mir bekommen hat. Auf eine ganz leise Art und Weise steht sie mir und meinen Kindern nicht nur als Zahnärztin zur Seite. Der Quilt ging aus vollem Herzen an sie.


Hier seht Ihr einen Teil meiner Tatütas. Die meisten hiervon sind aus beschichtetem Stoff genäht. Bei häufigem Gebrauch finde ich es besser wenn man die Taschen abwischen kann.





Das ist ein Teil meiner Nähecke. Im Wohnzimmer konnte ich mir eine Ecke klauen. Sie sieht sicher nach mir und meiner Kreativität aus. Die Spulen die Ihr hier seht sind nur ein Teil der Spulen die meine Stickbänder beherbergen. Mein Blick fällt beim Nähen automatisch auf diese Bänder und inspiriert mich immer wieder.


Diesen tollen Ständer habe ich auf einer unserer Fahrten an die Nordsee entdeckt. Die Spule oben in der Mitte habe ich dort auch gekauft. Allerdings waren die Spulen so teuer, dass ich den alten Mann becirct habe mir zu helfen. In unermüdlicher Kleinarbeit hat er mir dann die Teile ausgesägt, gebohrt und gefräst. Ich brauchte alles nur noch zu leimen und zu streichen. Der Ständer war schnell voll und meine Spitze und die anderen Bänder dekorativ untergebracht. Hach Schatz, ich weiss Deine Arbeit sehr zu schätzen - Schmatz!!!


Dieser kleine Vorgelhausquilt ist mit "Paperpiecing" (Nähen auf Papier) gearbeitet. In dieser Methode war das mein Erstlingswerk. Er hängt links von mir in meiner Nähecke und an dem Holz habe ich einfach ein paar Haken mehr eingehängt, die meinen Knöpfen einen netten Platz bieten.


Dieser kleine Nähgarnhalter ist eine Erinnerung an den kleinen Patchworkladen über den ich die ganze Handarbeit erst wirklich erlernt habe. Leider gibt es den Laden nicht mehr, aber ich freue mich nahezu täglich an dem kleinen Teil.


Das ist eines der Projekte die ich in diesem Laden genäht habe. Verschiedene Patchworktechniken (u.a. Seminole bei den Trägern) hat mich dieses Projekt gelehrt. In der Tasche sind eine Schneidematte, ein Rollschneider und diverse Lineale perfekt verstaut. Die Tasche ist schon in einige Urlaube mitgefahren. So konnten meine aktuellen Arbeiten mit mir kommen und waren gut geschützt.


Als letztes sehr Ihr Muscheln und Sand von meiner geliebten Insel. Direkt auf dem Fensterbrett neben meinem Essplatz steht dieses Glas und erinnert mich an die erste Begegnung mit dieser Ruheoase vor fast 12 Jahren.
Das war ein Endlospost. Ich hoffe Ihr habt einen Einblick bekommen können in die Werkeleien die aus meinen Fingern gleiten.
Zu den Quilts fällt mir noch ein, dass es sich bei den Mustern häufig um echte Geometrie handelt die umgesetzt werden will. Obwohl mein Mann mit dem Nähen eigentlich nichts zu tun hat, steht er immer wenn es brenzlig wird mit mir am Bügelbrett und erklärt mir wie ich Nähen muss. Hätte ich das alleine versucht sähe manch ein Quilt sicherlich anders aus.
Für ein neues Projekt habe ich meinen alten Mann schon wieder begeistern und einspannen dürfen. Da ich nicht so ganz der Theoretiker bin liest er sich für mich gerade in die Tücken eines Computerprogramms ein. Er probiert aus, kreiert und grinst immer wenn er etwas Neues entdeckt hat. Was das Geheimnisvolles ist schreibe ich Euch zu einem anderen Zeitpunkt.

Für heute wünsche ich Euch noch einen schönen Abend.
Namaste

Kommentare:

Die Krümelmonster AG {Kirstin} hat gesagt…

Na, aber hallo! Das ist ja eine Unmenge an wunderschönen Handarbeiten, die du uns hier zeigen kannst. Wahnsinn! Quilten kann ich überhaupt nicht und bestaune immer die Werke in den Blogs.

Richtig, richtig neidisch bin ich ja auf deinen Garnrollenhalten. Der ist sooo schön!

Und jetzt ein KREISCH! Sag' mal, ist euer Fussel ein Bichon? So sah unser Benno nämlich auch aus. Himmel, in bin auf der Stelle verliebt in euer vierbeiniges Familienmitglied :)))

Liebste Grüße und einen guten Start in die Woche,
Kirstin

Inselzauber hat gesagt…

Liebe Kirstin, unser Fussel ist eine Malteserdame. Und glaube mir in die sind wir alle selbst soooo verliebt.
Den Rollenhalter bekommst Du bei Car-Selbstbaumöbel in Henstedt-Ulzburg. Ich bin nur zu doof die Seiten zu verlinken, sonst hätte das mit drin gestanden. Die haben den sicher heute noch. LG Kirsten

Die Fadenwirkerin hat gesagt…

Liebe Kirsten, wo ist denn bloß mein erster Kommentar hingekommen? Futschikato. Sowas! Dabei bin ich doch so begeistert von Deinen Quilts. Die sind allesamt ein Traum. Als wäre man im Kuschelparadies gelandet. Du kannst sooo gut nähen. Ich bin schwer beeindruckt.

LG von Juliane