Inselzauber

Montag, 28. November 2016

Lang Lang ist es her

Hallo Ihr da draußen,
so lange habe ich mich nicht gemeldet. Und so viel ist passiert.

Vielleicht die Kurzfassung:

Seit September 2015 bin ich jetzt wieder am Arbeiten. Noch im Anerkennungsjahr für die staatliche Anerkennung meiner Ausbildung, aber doch schon wieder voll drin. Bedingt durch die Ferienzeiten der Schule habe ich eine nahezu 40 Stunden Woche. Das mit 4 Kindern ist schon ein Brett - zumindest für mich.

Der Stress hat sich dann auch seinen Weg gebahnt. In den Sommerferien diesen Jahres bin ich mit einem perforierten Darm im Krankenhaus gelandet. Musste dann alles ziemlich schnell gehen....
Die Rekonvaleszenz dauert  noch immer an und wird auch wohl ca 1/2 Jahr dauern. Juchu - und das für mich als Meister der Ungeduld.

Mein Vater wird älter und älter und immer merkwürdiger und fast könnte man meinen dass er sich mit meinen Kids abgesprochen hat. Nicht nur die 4 pubertieren, sondern auch er - sofern man das mit über 70 noch kann.
Gerne würde ich posten dass ich handarbeite und wie schön das Leben doch gerade ist. Aber ich würde lügen.
Gut ist, dass ich immer mehr weiß was ich nicht will. Scheitern tut es häufig in der Umsetzung. Aber da bin ich sicherlich nicht alleine. Ich bin überzeugt dass unendlich viele Menschen in meinem Alter, und speziell Frauen, sich mit den gleichen Problemen herum tragen.
Leider macht das Wissen darum es nicht leichter meinen Alltag zu bewältigen.

Immerhin habe ich seit 1 Jahr kein Paroxetin mehr genommen und meine Panikattacken sind händelbar. Erst einmal haben sie mich in diesem Jahr wieder flach gelegt. Ich betrachte sie als meine Freunde die mich bremsen wollen über meine Grenzen hinaus zu gehen. Immerhin habe ich auch durch das Weglassen der Medis 33 kg abgenommen. Wie stark die Medis das Gewicht beeinflusst haben ist schon enorm.

Tja und mein Alltag besteht aus Arbeiten, Haushalt, Examensarbeit schreiben (Im Februar ist meine Prüfung zur Staatlichen Anerkennung), Bewerbungen schreiben, die üblichen Termine mit den Kindern (Sport, Arzt usw.) und Unmengen erschlagender Pubertät. Derzeit befindet sich meine Tochter gerade auf dem Selbstverwirklichungstrip - ist abgehauen ohne zu sagen wo sie ist. Im Sommer hatte mein Sohn das gleiche getan - ist mittlerweile wieder hierher zurück gekehrt und meine Twins sind in die 5.Klasse gewechselt, wo sie glauben die Chefs im Ring zu sein.
Ich werde sicherlich nicht arbeitslos. Aber kündigen möchte ich meinen Job zur Zeit sehr sehr sehr gerne.
Wenn dann ein wenig Zeit ist gehe ich zum Yoga (mit der weltbesten Yogalehrerin) und mache Krankengymnastik oder gehe laufen.

So, jetzt ist es raus. Viele Bloggerinnen posten das freundliche Leben und ich frage mich doch immer wieder ob nur ich Depp den Stress habe. Deswegen habe ich es jetzt einfach raus gelassen. Vielleicht hilft es ja.

Ich hoffe Euch geht es gut und Ihr hattet einen schönen 1.Advent.

Ganz liebe Grüße und Namaste

Kirsten

Montag, 8. Juni 2015

Prüfungen vorerst beendet ......

.... und trotzdem gerade gefühlt keinen Meter weiter.
Die Noten bekommen wir am 29.6. genannt - bis dahin heißt es warten.

Ich dachte nun kehr ein wenig Ruhe ein - ich dachte.....
Ich dachte Pubertät ist ein wenig abgeebt - ich dachte ......

Die Launen unseren Großen, der im November 20 wird, treffen uns täglich mehrfach wie ein Keulenschlag. Mein Mann und ich sprechen viel und versuchen gelassen und ruhig zu bleiben. Aber der extrem aggressive und extrem feindseelige Sohn bringt mich zum Heulen und meinen Mann dazu vorhin schnell das Haus zu verlassen um mit dem Fahrrad den Stress raus zu strampeln.
Sätze wie: Ich brauche Euch nicht, Ich brauche das Scheiß Auto nicht, Ich kann gut ohne Euch leben, ich helfe nicht mit - ihr habt doch die Kinder gewollt usw. usw. sind an der Tagesordnung.
Der Sohn blickt (weil größer) auf mich herab und blickt mich so verachtend an dass es wirklich nicht mehr schön ist. Ironisch und beißend kommen Antworten von ihm die nur verachtend und verhöhnend sind. Die kleineren Geschwister bekommen gedroht und sind hilflos, suchen unseren Schutz.

Wenn die Freundin hier ist oder die Kumpels - die sich mal abgesehen von dem Herrn Sohn hier sauwohl fühlen - dann ist der Herr geschmeidig und zuckersüß. Aber wehe wenn die weg sind.

Mag mein/unser Verstand uns immer wieder sagen, dass es sich ablösen muss und das vielleicht normal ist. Ja ja ja - aber unser Gefühls-/Familienleben leidet. Am Liebsten möchte ich .........

Und trotzdem habe ich gestern auf der Terasse gesessen und unser Kleinod so genossen. Der Wind, die Rose vor meiner Nase, die Vögel, mein Mann....
Das sind sehr wertvolle Minuten für die ich dankbar bin. Dankbar, wenn ich sie wahrnehmen kann und mich daran erfreuen kann.

Namaste  Kirsten

P.S. "Ziehen lassen", finde ich einen sehr guten Vorschlag liebe Christiane, aber unser Sohn ist in Ausbildung. Die wollen (und sind wir verpflichtet) zu finanzieren. Außer Haus geht das mit unseren finanziellen Mitteln nicht. Daher muss die WG noch eine zeitlang funktionieren. ;-)

Dienstag, 26. Mai 2015

Wir haben Zuwachs bekommen....

..... am Karfreitag, sozusagen als Osterhase, ist Fussels kleine Schwester hier eingezogen.

Gestatten PIEPS 
(wie die Freundin von Lars dem kleinen Eisbär)




Hier eines der ersten Bilder von dem kleinen, schlafenden Hundebaby.
Geschlüpft bei den gleichen Eltern wie ihre Schwester Fussel.
Zauberhaftes Wesen, sollte die zarteste aus dem Wurf sein (wie Fussel) und ist hier alles andere als zart. 
Frei nach Astrid Lindgren "Sei frech und wild und wunderbar".


Mein Mann war anfangs alles andere als begeistert von meinem Wunsch nach einer Schwester für Fussel. Immer wieder haben wir uns gemeinsam hingesetzt und das Für und Wider überlegt. Dann haben wir die Geburt der Welpen live per Handy mitbekommen können. Als wir die Meute nach ein paar Wochen besucht haben, war es auch um ihn geschehen und heute sind auch Pieps und er die besten Freunde.




Sie liegt auf den Beinen vom Herrchen. Frisst alles an was sie findet. Ist noch so garnicht stubenrein, Liebt es ihre Schwester in die Waden zu beißen. Mischt hier alles auf und tut Fussel sehr sehr gut (und uns allen auch). Aber auch sie hat er hier sehr gut.
Endlich nicht mehr alleine als Hund in dem Rudel Mensch zu sein ist schon gut.

Und damit das auch für alle sichtbar ist, krabbeln wir gelegentlich zusammen in ein Körbchen - und ganz sicher dann, wenn Frauchen weg fahren will und wir mit wollen ;-)




Jetzt kennt Ihr den zweiten Grund warum ich neben dem Lernen schwer beschäftigt bin.

Meine erste Prüfung in Recht, Thema "Hilfe zur Erziehung", "Kinderwohlgefährdung und Inobhutnahme" ist geschrieben. Ich habe ein ganz gutes Gefühl.

Morgen früh geht es in Heilpädagogik weiter.

Habt`s gut Ihr Lieben.


Namaste  Kirsten

Montag, 25. Mai 2015

Das ist seit Tagen mein Blick ......






Mein A5 Ordner, vollgepackt mit Informationen, getippt auf A5 Karteikarten in kleiner Schrift, sortiert nach den einzelnen Bereichen.





Das zum Beispiel ist Heilpädagogik mit den einzelnen Unternehmen. Auf je einem Puzzlebild (Idee unseres Lehrers) befindet sich ein Thema. Rund um den Namen sind die Schlagwörter zu diesem Thema angeordnet. Auf der Rückseite der Karten befinden sich dann die Detailinformationen (auch schon gekürzt) die ich wissen muss. Die Hauptthemen sind auf roten Puzzleteilen.


Auf den orangefarbenen Teilen sind die Teebaumölthemen. Mit einem tollen Ritual konnten wir diese Lerntechnik auf der Studienfahrt kennen lernen. Hier haben wir alle Themen eingetragen, die in der Heilpädagogik in allen Behinderungen zum tragen kommen. Insegsamt sind es 19 Themen geworden. Auch auf der Rückseite dieser Karten finden sich Detailinformationen (oben rechts im Bild zu sehen).
D.h. wenn wir unsere Aufgabenstellung bearbeitet haben und in der Prüfung noch Zeit haben, sollen wir in Gedanken einen Teil der Teebaumölthemen abrufen und aus Sicht des jeweiligen Stichworts betrachten wwas bei der Behinderung noch zu beachten ist. Bsp. Wenn wir ein verhaltensauffälliges Kind haben, dann können wir schauen welche Art der Assistenz zu welchem Zeitpunkt angebracht ist. usw. usw.
Teebaumölthemen heißen die Themen, weil wir sie auf der Studienfahrt mit einem Smiley versehen haben wenn wir sie besprochen hatten und mit einem Tropfen Teebaumöl getauft haben. Genau diese Teebaumöl wird am Mittwoch in der Heilpädagogikprüfung auf dem Tisch stehen. Wenn wir nicht weiter wissen können wir daran riechen und uns erinnern.......

Ich bin unserem Lehrer sehr dankbar für diese Idee und diese Methode. Sie hat mir enorm geholfen zu strukturieren und zu planen. Es sind seit gestern alle Themen korrigiert und nun habe ich sie auf mein Handy gesprochen. Heute werde ich bei allem was ich tue die Kopfhörer auf dem Ohr haben und so die schon gelernten Themen noch einmal stärker in meinen Kopf zu bringen.

Morgen schreibe ich erst die Prüfung in Recht, Thema "Hilfe zur Erziehung und Elterliche Sorge".
Am Mittwoch dann Heilpädagogik. Dann habe ich einen Tag Zeit um noch einmal Medizin, Pflege und Ernährung zu lesen, das schreibe ich dann am Freitag.

So, jetzt wisst Ihr wie mein Lernen ausschaut.
Ich wünsche Euch einen schönen Pfingstmontag.


Namaste  Kirsten

Sonntag, 17. Mai 2015

Mich gibt es noch......

.... aber ich versinke seit Januar in Unmengen von Ordnern, Büchern und Lehrmaterial.

Seitdem bereite ich mich auf meine Prüfungen vor. Vergangenen Mittwoch sind alle Vorprüfungen beendet worden. Die letzten Noten in Pflegetheorie und Heilpädagogik gibt es morgen.
Am 26.5., 27.5. und 29.5. schreibe ich dann die endgültigen Abschlußprüfungen.

Sollte ich große Abweichungen zu meinen Vornoten haben, steht im Juli noch jeweils eine mündliche Prüfung an - örks.

Nein, ich will keine 1er schreiben, aber ich merke, dass ich keine 20 mehr bin. Mit 44 dauert das Lernen länger. Und so ganz nebenbei versorge ich einen Mann, 4 Kinder (von dem das eine auch in die Prüfungen zur Sozialassistenz geht), das Haus will ab und zu geputzt werden und und und. aber wem sage ich das - Ihr kennt das alle zu genüge auch.

Jetzt werde ich mich an das schwierige Thema "psychische Erkrankungen" im Fach Medizin setzen. Wir vermuten in der Klasse, dass das ein mögliches Prüfungsthema sein kann. Die Zusammenfassung ist fertig aber ich muss alles abtippen.

Lasst es euch gut gehen ich tauche wieder ab.

Namaste  Kirsten

Montag, 22. Dezember 2014

Have yourself a merry little Christmas




Mit diesem Bild (ein Haus aus einem Nachbarort) möchte ich Euch allen geruhsame und stressfreie Weihnachten wünschen.
Nehmt selbst die Schnelligkeit raus und achtet auf Euch. Versprochen ich versuche es auch.

Namaste  Kirsten

Sonntag, 9. November 2014

Zurück aus dem Urlaub ....

.... und kein bißchen schlauer, zumindest was die Integrationshilfe für unseren Sohn betrifft.

In der zweiten Ferienwochen hatte ich abends eine Panikattacke die sich gewaschen hatte. Insgesamt 7 Stunden war mein Körper "out of order". Seit Absetzen des Paroxitins sind mehr als drei Monate vergangen und ich will mich auch nicht wieder auf die Pillen setzen lassen. Also heißt das aber auch die Panikattacken aushalten und weiterhin stetig an den Ursachen der Überforderung arbeiten.

Der alte Mann und ich waren für die letzte Woche in die Schule gebeten worden um ein Gespräch zu führen - mit der Frage wie es weiter geht.
Kurz vor Gesprächsbeginn fielen mir meine Worte ein die genau das ausdrücken konnten was ich reflektieren wollte. In dem Gespräch selbst habe ich die Schule erst einmal sprechen lassen. Sie reflektierte ihren Standpunkt, reflektierte wie dringend sie die alte I-Hilfe haben wollen.

Anschließend habe ich ihr aufgeführt, dass wir bisher alle (ausnahmslos alle) Forderungen der Schule erfüllt haben. Wir haben letztes Jahr einen I-Helfer beantragt, wir haben die I-Hilfe ausgedehnt auf die Frühbetreuung, wir haben einen Termin beim Psychologen gemacht für unseren Sohn (am Ende des Vorgesprächs fragte er mich warum ich da sei ;-), wir haben Termine bei 2 Ärzten gemacht um das volle Testprogramm durchlaufen zu lassen. (wir haben hier geheime Wetten über das Ergebnis abgeschlossen - ich lasse es Euch wissen), wir haben für unseren Sohn eine Einzelfallhilfe beantragt. Diese gewünschten Maßnahmen sind für uns nicht nachvollziehbar, denn wir haben hier ein komplett anderes Kind. Da es aber aber vorkommt, dass ein Kind sich in der Schule anders benimmt als zuhause, haben wir den Wünschen zugestimmt.
Dann habe ich der Schule gesagt, dass wir nun genug Forderungen nachgekommen sind, wir aber der Forderung eine I-Hilfe zu akzeptieren, die nicht zu unserem Sohn passt, nicht nachkommen werden.

Nach 2 Stunden hat die Rektorin einsehen müssen, dass wir nicht umkippen. Und jetzt haltet Euch fest: Unser Sohn wird seit letzter Woche, in Ermangelung einer neuen I-Hilfe, ganz normal alleine beschult!!!!!
Es gibt keine Einträge im Mitteilungsheft, er erledigt alle Aufgaben in der vorgegebenen Zeit, er ist fröhlich und sehr engagiert.
Auf meine Frage wie er das alles schaffe sagte er nur: "Mama ich werde ja nicht mehr unter Druck gesetzt und fühle mich sehr frei!"

Noch ist nicht aller Tage Abend, ich weiß, aber seit einem Jahr sage ich, dass mein Sohn keine I-Hilfe braucht, sondern nur ernst genommen werden will. Aber ich bin ja nur eine Mutter!
Sicher ist, dass wir - wenn die Testbatterie - bei unserem Sohn ohne Ergebnis verläuft (oder mit den zur Zeit in Frankfurt gängigen "Modediagnosen" wie "frühkindlicher Autismus"), werden wir unseren Sohn keinem weiteren Test bzw. Druck aussetzen.

Wir hoffen, dass die Zeit für uns spielt. Wir hoffen, dass die Schule einen Schritt auf unseren Sohn zu geht und ihn in seiner Individualität ernst nimmt.
Der Psychologe, der unseren Sonnenschein-Sohn kennen gelernt hat, bietet uns an, der Schule zu erklären, wie unser Sohn tickt. Er findet es wichtig die Individualität des Kindes anzuerkennen, das Kind nicht endlos zu verbiegen. Er weiß um die Angst vieler Lehrer und bietet an, unseren Sohn zu unterstützen.

Ihr sehr, wir sind nicht wirklich schlauer als zuvor. Geduld, Ruhe, Geduld, Ruhe und nochmal Geduld sind zwingend notwendig.
Zwischendrin bin ich mal eben so in mein zweites Praktikum gestartet. Für 6 Wochen bin ich in einer Schule für mehrfach Behinderte. Unglaublich viele Eindrücke habe ich in der letzten Woche bekommen. Vieles wird noch lange dauern es zu verarbeiten.
Der Hit war der Freitagmittag: Ich durfte am Gebärden-Chor teilnehmen! Sehr hippe Musik haben wir mit Gebärden gesungen. (Mark Forster feat. Sido - Au Revoir).

Ich bin gespannt was mich in der kommenden Woche dort erwartet.

Und damit ich nicht nur negativ poste, werde ich in den kommenden Tagen über unsere Woche an der Nordsee posten.

Euch Lieben allen einen schönen Sonntag. Ganz liebe Grüße und

Namaste Kirsten

Dienstag, 28. Oktober 2014

Blickdienstag - von oben nach unten geschaut

Zwar aus dem Urlaub zurück, aber noch mittendrin in der üblichen Orga, melde ich mich nur schnell mit einem Foto, dass ich schon so lange posten will.




.... und die Natur bahnt sich doch ihren Weg!

Und damit verlinke ich mich bei Frau Krümelmonster.

Namaste Kirsten

Freitag, 17. Oktober 2014

Mit der Ungewissheit weg - leider

Meinem letzten Post kann ich nichts wirklich Neues hinzufügen. Der alte Mann hat versucht die Woche über Tränen zu trocknen und für unseren Sonnenschein da zu sein.Wir danken Euch sehr für die liebevollen und aufmunternden Kommentare. Das hat sehr gut getan.

Ich glaube, dass ich das Jugendamt für den Wunsch meines Sohnes nach einem kompetenten männlichen Helfer gewonnen habe. Allerdings ist unsere Sachbearbeiterin seit gestern im Urlaub. Ihre Vorgesetzte war nicht erreichbar. Nun heißt es warten bis zum ersten Schultag. Erst dann können weitere Entscheidungen getroffen werden.

Allerdings haben wir dann noch lange nicht die Schule im Boot und wissen nicht wie die reagiert. Seit dem Brief von "gemeinsam leben - gemeinsam lernen" sind die in eine Starre verfallen.....

Trotzdem will ich/wollen der alte Mann und ich versuchen in den kommenden Tagen ein wenig runter zu kommen. Wir fahren mit den Twins an die Nordsee und wollen eine Woche lang versuchen die Sorgen vom Wind zerstreuen zu lassen. Wir freuen uns alle sehr.
Sogar die beiden Großen freuen sich, denn sie haben die Bude ganz für sich alleine. Unsere Ziege muss zwar arbeiten, aber ich denke sie wird trotzdem ein wenig Ruhe finden.

Gestern dann habe ich mal wieder Radio gehört und dabei kam mir dieses Lied vor die Ohren:


Damit wünsche ich Euch ein schönes Wochenende und wunderschöne Ferien. (Wenn Ihr hört, dass einer die Lokführer-Gewerkschaft mit faulen Eiern bewirft, dann bin ich das weil ich im Stau stehe).

Passt auf Euch auf.

Namaste  Kirsten

Sonntag, 12. Oktober 2014

WIE KRANK IST DIESE WELT, WENN SIE EINEM KIND KLAR MACHT, DASS ES NICHT GUT IST WIE ES IST????

Ihr Lieben,
die ganze Woche habe ich versucht Belangloses zu posten.

Irgendwann muss es dann aber doch raus:

Unser Sonnenschein-Sohn wird gerade nicht beschult. Er hat eine Auditive-Verarbeitungs-und-Wahrnehmungsstörung. Begleiterscheinungen sind: Konzentrationsschwäche,Hörprobleme, Lese- und Rechtschreibprobleme, soziale-emotionale Schwierigkeiten.
Aus diesem Grund hat er eine Integrations-Assistenz.
Das hiesige Jugendamt hat 2 Träger belegt. Wie schon einmal beschrieben hatte der erste Träger unserem Sohn 2 Helfer an die Seite gestellt, die gekündigt haben weil der Träger die beiden Helfer mit dem Gehalt übers Ohr gehauen hat. Wir mussten einen Antrag stellen den anderen Träger zu bekommen. Da die Träger nach Kosten ausgesucht werden, gibt es nur eine Alternative.
Wir nahmen also notgedrungen den zweiten Träger.
Anfangs lief alles recht gut an.
Mehr und mehr verlor die I-Helferin den Fokus auf unser Kind. Es begann eine Du-Freundschaft mit den Lehrkräften. Sonnenschein-Sohn wurde immer blasser, ihm wurde Willkür unterstellt, seine Krankheit wurde in den Hintergrund geschoben. Es wurden Förderpläne heimlich geändert, Unterlagen nicht mehr an uns weiter gereicht und stattdessen wurde uns gesagt, dass wir unseren Sohn mal in der Psychiatrie vorstellen sollten.
Der Träger hätte die Chance gehabt seine Mitarbeiterin zu schulen und ihr die Supervision zukommen zu lassen, die notwendig gewesen wäre um den Fokus bei dem Kind zu halten und nicht in die Befindlichkeiten der Erwachsenen zu wechseln.
Nach 3! Monaten Betriebszugehörigkeit gab es keine Schulung für die Mitarbeiterin. 
Letzte Woche stellte dann die Lehrerin fest, dass der Kontakt zur I-Hilfe nur noch über sie statt zu finden habe.
Rechtlich hat sie dazu keinerlei Handhabe, aber ok.
Wir haben uns gewehrt, haben uns an den Verein "Gemeinsam leben - gemeinsam lernen" gewandt. Schlußendlich haben wir um den sofortigen Austausch der I-Hilfe gebeten.

Am Freitagabend kam dann die Rückmeldung seitens der Rektorin, das unser Sohn nur weiter beschult wird, wenn wir genau diese I-Helferin wieder erlauben.

Wie sieht das rechtlich aus?

Unser Sohn hat gemäß Behindertenrechtskonvention einen Anspruch auf inklusive Beschulung.
(Zitat: Jeder Mensch hat ein Recht auf "Inklusion", also darauf, ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft zu sein. So steht es auch in der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, die seit 2009 auch in Deutschland gilt. Doch von der rechtlichen zur tatsächlichen Gleichstellung behinderter Menschen ist es noch ein weiter Weg).

Die Lehrer haben die Möglichkeit sich über das Schulamt coachen zu lassen.
Die Lehrer haben kein Anrecht darauf die I-Hilfe zu dirigieren.
Unser Sohn hat Anspruch auf eine Fachkraft und nicht ständig ungelernte Kräfte.
Die I-Hilfe hat die Pflicht nicht zu werten und das Kind im Fokus zu haben.
Wir haben das Wunsch- und Wahlrecht und dürfen einen Träger bestimmen, der unserem Sohn fachkompetent helfen kann.

So, wenn wir das jetzt auf der rechlichen Schiene in der Schule einfordern, dann hat unser Sohn für immer verloren. Also müssen wir den Kopf so einschalten, dass wir die Lehrer da abholen wo sie stehen.
Wir wissen um die Schwierigkeiten für Lehrer, dass sie Inklusion so umsetzen müssen wie die Politik es beschlossen hat. Wir haben Verständnis, aber trotzdem verändert sich dadurch nicht die Pflicht der Lehrer sich selbst Hilfe zu holen.
Zur Zeit schicken wir den Zwilling in die Schule und der andere bleibt mit Tränen in den Augen im Auto:" Mama ich will auch in die Schule, warum kann ich nicht?"

Also müssen wir in den kommenden 3 Wochen das Jugendamt per Eilantrag beim Sozialgericht verklagen um einen angemessenen Träger zu bekommen. Dann haben wir Gespräche bei Psychologen vor uns, um unseren Sohn vor weiterem Schaden zu bewahren.
Mein Mann muss die kommende Woche abfangen, da ich Klausuren schreiben muss(natürlich ganz toll lernen kann) und unser Sohn betreut sein muss.

Ich kann meine Gefühle zu lassen und trotzdem versuchen pragmatisch zu handeln, eine Liste hilft mir dabei. Aber mein Sohn ist auf Schlimmste belastet, Er leidet, er weint, er ist durcheinander. Und wir können ihn nicht wirklich beschützen.
WIE KRANK IST DIESE WELT, WENN SIE EINEM KIND KLAR MACHT, DASS ES NICHT SO GUT IST WIE ES IST????
Es tut so weh.

Namaste Kirsten

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Kennt Ihr diese Hunderasse?

Morgens lasse ich mittlerweile das Auto an der Schule der Jungs stehen und laufe zu meiner Schule.
Meistens habe ich Glück und mir begegnet eine kleine Hundedame mit ihrem Frauchen. Sheila ist halb so groß wie meine Fussel. Ihr Gesicht schaut aus wie das eines Yorkshire-Terriers. Sie ist soooo weich, ganz schwarz und sooooo verspielt.


Uaaah, so ein Wuselchen zu meiner Fussel, das wäre der Hammer.
Allerdings kann mir weder das Frauchen noch mein Freund Go..le mir weiter helfen um welche Rasse es sich handelt.
Habt Ihr eine Idee?

Danke Euch :D.

Liebe Grüße und

Namaste Kirsten

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Schuhe kaufen kann zum Erlebnis werden!

... für meine Twins gestaltete sich vergangene Woche zu einem spannenden Experiment:

In einem Schuhgeschäft mit grünem Erkennungszeichen habe ich eine Verkäuferin um Hilfe gebeten.
Die Jungs und ich hatten die Füße bereits vermessen und nun hatten wir Schuhe gefunden. Ein wenig unsicher wollten wir die Verkäuferin bitten sich die Passform anzuschauen.

Beim Krümel-Sohn machte der Schuh rund um die Zehen immer einen komischen Knick?! Die Verkäuferin meinte das sei kein Problem. "Diese Schuhe passen" sagte sie im Brustton der Überzeugung. Mein Unsicherheit war nicht wirklich verflogen, aber ich dachte ja auch dass ich mich zurückhalte weil ich keine Fachfrau bin.
Sonnenschein-Sohn hat dann Schuhe anprobiert. Die Verkäuferin drückte fleissig auf der Schuhspitze herum und meinte, ANHAND DES KLEINEN FUßZEHS, immer wieder klar und verständlich:" Der passt!"
"Ähm", fragte ich, "was ist mit dem großen Fußzeh?"
Sie: "Jaja, da bin ich gerade - der Schuh passt!"
Ich: "Ähm, nein der GROßE Fußzeh, bitte!"
Sie: "Jaja, sage ich doch, der passt!"
Ich: "Sie drücken aber auf den kleinen Fußzeh!"
Sie: "Nene, der passt!"
Sorry, aber dann musste ich sie deutlich darauf hinweisen, dass sie sich wohl in der Seite geirrt hat.
Ihre irritierten Augen hättet Ihr sehen sollen. Die hatte sich nicht vertan, die war überzeugt von dem was sie gesagt hat!!!!
Mir war das zu unsicher und ich bin ganz schnell mit meinen Söhnen gegangen - OHNE Schuhe gekauft zu haben.
Im Nachfolgegschäft hat die (sehr kompetenete und sehr nette Verkäuferin) die Füße im Detail begutachtet und meinen Söhnen wirklich passende Schuhe empfohlen.
So ging der Tag wenigstens noch erfolgreich zu Ende.

Namaste Kirsten

Dienstag, 7. Oktober 2014

Alpaka - Rohwolle...

hat mir mein Pubertier vergangenes jahr von einem Kindergartenausflug mit gebracht.

Bisher habe ich diesen Schatz immer nur gestreichelt. Jetzt habe ich ihn endlich angefangen anzuspinnen. Die Rohwolle selbst ist super weich, im Moment auf dem Spinnrad im Gegensatz zum rohen Zustanbd recht fest, was sich aber nach dem Weichen sicherlich wieder geben wird.
Hier ein paar Bilder für Euch:






Im Moment muss die Wolle zwar wieder warten bevor ich weiter spinne, aber ich freue mich schon drauf.

Namaste Kirsten

Montag, 6. Oktober 2014

Testbacken "Pulla"

Mein Sonnenschein-Sohn hat in der Schule zur Zeit Länderkunde gehabt. Dort hat er Finnland vorgestellt: Die wichtigsten Erhebungen, die bekanntesten Fußballvereine, die größten Städte usw.

Nun findet demnächst ein Klassenfest statt, bei dem jedes Kind ein Landestypisches Essen mitbringen soll. Mit Schule bei mir (an dem Tag ausgerechnet noch Nachmittagsschule) und den netten anderen Terminchen, habe ich nach einem Rezept suchen müssen das sich leicht umsetzen lässt. Zudem soll es noch einen Tag vorher zuzubereiten sein.

Wir sind fündig geworden und haben heute die Testversion gebacken. Allerdings nicht mit dem Sonnenschein-Sohn sondern mit seinem Zwilling. Schaut mal:


Diese Teigknoten sind schnell gemacht und sind seeeeehr lecker. Hier das Rezept:



Pulla

Zutaten

1 kg
Mehl
150 g
Butter, weich
500 ml
Milch, warm
50 g
Hefe, frisch
2 TL
2 TL
Kardamom
150 g
Zucker
 
Butter, zerlassen
1 TL
1 EL
Zucker (feiner Kristallzucker)


Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 35 Min. Ruhezeit: ca. 1 Std
Ei mit Zucker verquirlen, Hefe in die lauwarme Milch bröckeln und das Eigemisch zusammen mit dem Salz und dem Kardamom in die Milch geben. Alles kurz verrühren und 10-15 Minuten stehen lassen.
Dann zum Mehl geben, weiche Butter hinzufügen und alles zu einem glatten Teig kneten. 1 Stunde gehen lassen.
Dann den Teig zweiteilen, zu zwei gleichgroßen Platten ausrollen. Eine Platte mit etwas zerlassener Butter bepinseln, den feinen Kristallzucker mit dem Zimt vermischen und auf die befettete Platte streuen. Die zweite Platte drauflegen, gut andrücken. Dünne Streifen von der kürzeren Seite schneiden, sie sollten etwa 7-mm-breit sein, und die Streifen zu Knoten verschlingen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und im vor geheizten Backofen bei 200°C goldbraun backen.
Dieses Gebäck kann man auch sehr gut nach dem Backen sofort einfrieren und bei Bedarf tief gefroren aufbacken. 

Lasst es Euch schmecken.

Namaste  Kirsten

Sonntag, 5. Oktober 2014

Helfersyndrom????

Vergangene Woche sind wir in der Schule der Frage nachgegangen wann man ein Helfersyndrom hat und wann nicht.
"Haben alle Menschen die in sozialen Berufen arbeiten automatisch ein Helfersyndrom. Arbeiten die etwas auf? Haben die einen Knacks?

Ich finde es kamen ganz spannende Definitionen zustande.
Unser Lehrer fragte uns, warum die Meinung so negativ sei:

"Menschen sind sozialen Berufen sind einfach nur begabt dafür genau diesen Job zu machen!"

Hört sich doch gleich viel besser an, oder?

Laut ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) gilt die Unterscheidung zum Helfersyndrom Ja/Nein so:
Helfersyndrom hat der, der andere mit seiner Hilfe überfällt OHNE dass sie angefordert wurde!
(das ist in eigenen Worten von unserem Lehrer zusammen gefasst worden)
Heißt aber im Klartext: Alle Helfer / Arbeiter im sozialen Bereich oder mit sozailem Engagement, die einem anderen helfen, weil sie einen klaren Auftrag haben, haben KEIN Helfersyndrom.
Für mich ist diese definition sehr hilfreich. Nicht nur hilfreich, weil ich gängige Vorurteiel widerlegen kann sondern auch, weil ich mich und mein Tun hinterfragen kann.
Ich glaube, dass man einem Menschen sehr viel mehr Resprekt entgegen bringt, wenn man ihn (unter normalen Umständen) erst einen Auftrag erteilt und um Hilfe bittet. Man überfährt weniger, man stülpt weniger über und vorallem erhält man erst einmal die Handlungsfähigkeit des Einzelnen.

Die Gedanken gefallen mir und ich werde mich immer wieder mal damit auseinandersetzen.

Namaste Kirsten